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Infotainment mit KiPo-Nachrichten

24.12.2007

Gerade kam im Radio die Meldung, der „größte KiPo-Ring aller Zeiten sei geknackt“ worden und es habe über 16000 Hausdurchsuchungen mit hoher Trefferquote gegeben. Die Ermittler seien den Verdächtigten durch Belauschen des Traffics zu irgendwelchen Dedicated Servern auf die Schliche gekommen, genau habe ich das aber nicht kapiert, was der Nachrichtensprecher da erzählt hat, er sprach von irgendwelchen verdächtigen Trafficspitzen, was auch immer! 😉

Naja, wenigstens weiß ich jetzt, daß unsere Polizei doch zu was gut ist und diese Perversen müssen jetzt endlich wieder auf selbstgebastelte Kollagen zurückgreifen, um ihren widerlichen Trieben nachzugehen. Schade ist nur, daß Polizei und Staatsanwaltschaft jetzt mit der Auswertung der sichergestellten Datenträger, der Vernehmung der Verdächtigen etc. sicher sehr beschäftigt sind und auch die Vorbereitung dieser Aktion bestimmt einiges an Personal gebunden hat. Da der Gesellschaft durch heimlichen KiPo-Besitz und Tausch aber so gut wie kein Schaden entsteht, die Verfolgungsbehörden aber mit der Verfolgung von schadenintensiven Taten ohnehin schon total hinterherhängen und dort auch laufend vieles verjährt, plädiere ich dafür, heimlichen KiPo-Besitz und Tausch zu legalisieren (oder zur Ordnungswidrigkeit herabzustufen oder so), um Polizei und Justiz zu entlasten.

Mit Spannung erwarte ich die Berichterstattung über die Kollateralschäden der Aktion, würde mich nicht wundern, wenn auch der ein oder andere Anonymisierungsnetzwerk-Knoten dabei gebustet wurde.

Nachtrag: Bei Spiegel gibts jetzt auch einen Bericht dazu, mit nur leicht anderen Geschehnissen und Daten.

Nochmal Nachtrag: Beim Lawblog gibt es jetzt auch einen Bericht, der zwar einen grundlegend anderen, aber wenigstens schlüssigen Sachverhalt darstellt. Die Mainstream Medien haben bei Ihrer Darstellung bisher noch nicht nachgebessert, und damit erneut bewiesen, dass sie keinerlei Scham besitzen, sondern auch dann kommentarlos den dpa Kram verbreiten, wenn jedem Kind auffällt, dass die Geschichte keinerlei Plausibilität hat.

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